STARegio - Strukturverbesserung der Ausbildung in ausgewählten Regionen

STARegio - Strukturverbesserung der Ausbildung in ausgewählten Regionen
 

Über STARegio

Titelseite AbschlussdokumentationIm Dezember 2007 endete die Laufzeit des Ausbildungsstrukturprogramms "STARegio - Strukturverbesserung der Ausbildung in ausgewählten Regionen", das das Bundesministerium für Bildung und Forschung als Reaktion auf die überproportionale Verschlechterung der Ausbildungsstellenmarktsituation in den alten Ländern 2003 initiiert hatte. Vorrangiges Ziel von STARegio war die Erhöhung des betrieblichen Ausbildungsangebots durch die Gewinnung zusätzlicher Ausbildungsstellen in ausbildenden und bislang nicht (mehr) ausbildenden Betrieben mittels gezielter regionaler Projekte. Das Programm wurde im Auftrag des BMBF vom Bundesinstitut für Berufsbildung durchgeführt. Zur Finanzierung standen bis Dezember 2007 rund 37 Mio. Euro zur Verfügung, welche vom BMBF bereitgestellt und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert wurden.

Im Rahmen von STARegio wurden Projekte gefördert, die mit einem möglichst ganzheitlichen Ansatz die Beratung von Betrieben durch externes Ausbildungsmanagement, die Koordination von neuen und die Ausweitung von bestehenden Ausbildungsverbünden anboten sowie regionale Ausbildungsnetzwerke initiierten und organisierten.
Die STARegio-Projekte richteten ihre Konzepte passgenau auf den regionalen Bedarf und die sozioökonomischen Bedingungen in den Regionen aus. Regionale Wirtschaftsstruktur- und Potenzialanalysen unterstützten dabei, künftige Qualifikationsnachfrage und zukunftsträchtige Ausbildungsbranchen zu identifizieren. Durch die Einbindung ausbildungsmarktrelevanter Akteure einer Region (z.B. Kammern, Betriebe, Sozialpartner, Arbeitsagenturen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Vertreter der Gebietskörperschaften) sollte ein Bewusstsein und eine Handlungsbereitschaft für die Gemeinschaftsaufgabe "Erhöhung des betrieblichen Ausbildungsplatzangebots" erzeugt werden.

In der Projektlaufzeit gab es fünf Ausschreibungsrunden. Aus den rund 400 eingegangenen Anträgen wurden insgesamt 85 Projekte ausgewählt.

Die Förderrichtlinien wurden aufgrund der Erfahrungen aus den laufenden Projekten und bedingt durch wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen bei jeder Förderrunde kontinuierlich weiterentwickelt und durch aktuelle Themenschwerpunkte ergänzt.
Neben branchenoffenen und branchenzentrierten Ansätzen und deren vier wesentlichsten Arbeitsschwerpunkten (Ausbildungsplatz- und Branchenpotenzialanalysen, Externes Ausbildungsmanagement, Verbundausbildung und Netzwerke) wurden ab der dritten Förderrunde, als neue Akzentuierung in STARegio, weitere Projektanträge zu folgenden Themenschwerpunkten zur Förderung angeregt:

• Gewinnung von betrieblichen Ausbildungsplätzen für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Jugendliche mit Migrationshintergrund
• Unternehmen mit Inhaberinnen und Inhabern ausländischer Herkunft
• Innovative Wachstumsbranchen und Zukunftstechnologien
• Stiftungen für Ausbildung

Zu den Projekt durchführenden Institutionen zählten der STARegio-Projekte zählten, zum Teil in Kooperationsverbünden:

• Bildungsträger,
• Kommunen,
• Kammern und kammernahe Institutionen,
• Wirtschafts- und Beschäftigungsgesellschaften,
• Forschungseinrichtungen,
• Verbände und
• Bürgerinitiativen.

Rund 13.000 neue Ausbildungsplätze – vorläufige Bilanz des STARegio-Programms

Die von den STARegio-Projekten angestoßene Verbesserung der Ausbildungssituation in strukturschwachen Regionen zeigt Früchte: Nach einem vorläufigen Endergebnis konnten von Dezember 2003 bis Dezember 2007 12.955 neue Ausbildungsplätze durch die Förderung von 85 STARegio-Projekten geschaffen werden.  75 Prozent dieser Plätze konnten besetzt und damit insgesamt 9.656 Jugendliche unter 25 Jahren erfolgreich in Ausbildung gebracht werden. Von den neuen Ausbildungsplätzen erfüllen 9.103 Plätze (70 Prozent) das Kriterium der Zusätzlichkeit. Dieses gilt dann als erfüllt, wenn die entsprechenden Ausbildungsplätze in den letzten drei Jahren nicht den zuständigen Stellen (Kammern) gemeldet worden sind. Jedes der 85 STARegio-Projekte hat durchschnittlich 107 neue zusätzliche Ausbildungsplätze bei Betrieben akquiriert.

Fußnote 1) Angaben gemäß der Quartals- bzw. Schlussberichte der Projekte, die kontinuierlich Informationen über den Verlauf und die Ergebnisse der 85 Projekte aus den fünf Förderrunden lieferten (Stand: 21.01.2008). Zum Zeitpunkt der Evaluation lagen die Akquisezahlen für das letzte Quartal 2007 von 30 Projekten noch nicht vor und konnten daher nicht in die obige Berechnung mit einfließen. 

Projektevaluation

Im Programm STARegio wurde fortlaufend eine interne Projektevaluation durchgeführt, für die die Programmstelle im BIBB zuständig war. Diese formative interne Projektevaluation bestand zum einen aus einem Monitoring-System, durch das die Zusätzlichkeit der gewonnenen Ausbildungsplätze kontrolliert wurde sowie die von den Förderprojekten erbrachten Dienstleistungen für Betriebe (beispielsweise im Rahmen eines externen Ausbildungsmanagements) erfasst wurden; zum anderen aus regelmäßigen Statusberichten der Projekte, mit denen deren Zielerreichung dokumentiert und überprüft werden konnten.

Die Ergebnisse des Monitorings wurden in Programmberichten und Publikationen veröffentlicht. Ebenfalls Bestandteil des Evaluationskonzepts in STARegio waren die so genannten Regionalworkshops, die von der Programmstelle im BIBB organisiert und moderiert wurden. Neben der gemeinsamen Arbeit an ihren Zielsystemen hatten die Projekte hier die Möglichkeit zu einem intensiven Erfahrungsaustausch und zu regionalen oder thematischen Vernetzungen. Im Jahr 2007 fand der letzte Regionalworkshop für die Projekte der 5. Förderrunde statt. Die interne Projektevaluation wird seit Herbst 2007 durch eine extern durchgeführte Evaluation des Gesamtprogramms ergänzt.

 



Förderung / Durchführung

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds

Logo des BMBF

Europäische Union - Europäischer Sozialfonds

Programmdurchführung:
Bundesinstitut für Berufsbildung